Die Phlebologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen befasst, insbesondere von Venenerkrankungen.

Phlebologen und Phlebologinnen sind spezialisierte Ärzte, die sich mit venösen Krankheitsbildern befassen. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht zertifizierter Phlebologen und Phlebologinnen. Die Arztsuche bietet Ihnen eine Übersicht qualifizierter Venenspezialisten in Ihrer Nähe.

Um Fehlinformationen auf dem Gebiet der Venenerkrankungen zu gering zu halten, kooperieren wir eng mit der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie. Diese nähert sich den Fachgebieten der Phlebologie und Lymphologie aus wissenschaftlicher Sicht. Näheres zu verschiedenen venösen Krankheitsbildern sowie deren Diagnose und Therapie finden Sie auf der Website des DGPL.

 

Die Lymphologie ist eine medizinische Subspezialität. Ärztinnen und Ärzte der verschiedensten Fachgebiete befassen sich mit der Erkennung und Behandlungen von Erkrankungen der Lymphgefäße und des Lipödems.

Es besteht eine lange und enge Verbundenheit der Lymphologie und der Phlebologie. Die auf dieser Seite aufgeführten zertifizierten Phlebologinnen und Phlebologen und die in der Arztsuche aufgeführten qualifizierte Venenspezialisten in Ihrer Nähe sind häufig auch lymphologisch tätig.

Um Fehlinformationen auf dem Gebiet der Lymphgefäßerkrankungen und beim Lipödem zu gering zu halten, kooperieren wir eng mit der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie. Diese nähert sich den Fachgebieten der Phlebologie und Lymphologie aus wissenschaftlicher Sicht. Näheres zu verschiedenen lymphologischen Krankheitsbildern sowie deren Diagnose und Therapie finden Sie auf der Website des DGPL.

 

Informationen für Patienten

Es gibt verschiedene venöse Krankheitsbilder. Hier finden Sie eine Auflistung der häufigsten Erkrankungen:

  1. Krampfadern (Varizen): Venen sind erweitert und geschlängelt. Krampfadern können Schmerzen, Schweregefühl, Juckreiz und Hautveränderungen verursachen.

  2. Venenthrombose: Durch ein Blutgerinnsel entsteht eine Blockade der Vene. Venenthrombosen können zu Schmerzen, Schwellungen und einer Veränderung der Hautfarbe führen.

  3. Venenentzündung (Phlebitis): Eine Vene ist entzündet. Es können Schmerzen, Rötungen und Schwellungen auftreten.

  4. Postthrombotisches Syndrom (PTS): Eine Komplikation nach einer Venenthrombose, die zu Schmerzen, Schwellungen und Hautveränderungen führen kann.

  5. Chronische Veneninsuffizienz: Das Blut fließt nicht richtig zum Herzen zurück, sodass Schmerzen, Schwellungen, Hautveränderungen und Geschwüren auftreten können.

  6. Primäres Lymphödem

    Lymphgefäße sind nicht in ausreichender Zahl angelegt oder funktionieren nicht richtig. Ursache ist meist ein Gendefekt. Sind die Arme oder Beine betroffen, beginnt die Schwellung an Fingern oder Zehen. Zunächst hilft das Hochlagern der betroffenen Extremität, später kommt es zu Gewebsverhärtungen (Fibrosen) bis zu monströs geschwollenen Hautpartien.

  7. Lymphatische Malformationen

    Eine glücklicherweise seltene Form eines primären Lymphödems stellen angeborene Missbildungen des Lymphgefäßsystems dar. Betroffen sind dabei vor allem Bauch und Brustkorb. Lymphflüssigkeit kann in die Körperhöhlen austreten. Es handelt sich um lebensbedrohliche Veränderungen.

  8. Sekundäres Lymphödem

    Werden durch Operationen, Bestrahlungen, Weichteilverletzungen, Tumore Lymphgefäße unterbrochen, staut sich die Lymphe von dieser Stelle aus nach peripher. Auch extremes Übergewicht und ein Zuviel an anfallender Lymphflüssigkeit können zu einem Lymphödem führen.

  9. Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa = LiDo)

    Es handelt sich um eine zonale Fettgewebsverteilungsstörung. Die Beine (und meist auch Arme) der betroffenen Frauen sind gegenüber dem Rumpf deutlich umfangsvermehrt (dysproportionale Körperform). Wichtigstes Symptom sind seitengleiche, erhebliche Druck-  und Berührungsschmerzen.

    Ein Lipödem ist, das ist heute erwiesen, keine Erkrankung der Lymphgefäße. Aber seit jeher sind Lymphologinnen und Lymphologen die Einzigen, sie sich mit diesem Krankheitsbild beschäftigen.

    Einige dieser Krankheitsbilder können andere Ursachen haben als Venen oder lymphatische Erkrankungen. Eine genaue Diagnose durch einen qualifizierten Phlebologen oder Lymphologen ist daher erforderlich, um die beste Behandlung zu ermöglichen.

Abhängig von ihrer Größe, Lage und dem Schweregrad der Symptome gibt es mehrere Möglichkeiten, Krampfadern (Varizen) zu behandeln. Hier sind einige der häufigsten Behandlungsoptionen:

  1. Kompressionstherapie: Das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -stulpen kann helfen den Blutfluss in den Venen zu verbessern und Schmerzen und Schwellungen zu lindern.

  2. Verödung: Bei diesem minimal invasiven Verfahren wird eine chemische Substanz in die betroffene Vene injiziert, um sie zu verschließen.

  3. Laser- oder Radiowellentherapie: Zum Verschließen der betroffenen Vene wird Laser- oder Radiowellenenergie genutzt.

  4. Operation: In schwerwiegenden Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die betroffene Vene zu entfernen oder zu verschließen.

Jedes Krankheitsbild individuell ist. Die beste Behandlungsmethode für eine bestimmte Person ist somit abhängig von mehreren Faktoren, u.a dem Schweregrad der Krampfader, dem Allgemeinzustand des Patienten und seiner Behandlungspräferenzen. Ein qualifizierter Phlebologe kann helfen, die beste Behandlungsoption zu bestimmen.

Die Behandlung ist immer individuell und abhängig von der Ausprägung und der damit verbundenen Beschwerden.

Basis ist immer die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie nach Prof. Földi (KPE) mit ihren Bausteinen:

  1. Kompressionstherapie: das Tragen von medizinischer Kompressionsbekleidung in flachgestrickter Nahttechnik vermindert die Schwellneigung der betroffenen Körperregionen und verlängert die Wirkung der
  2. Manuellen Lymphdrainage: die MLD ist eine spezielle Form einer Gewebsmassage, um den Lymphfluss anzuregen und Gewebsfibrosen zu lockern.
  3. Hautpflege: Lymphe als eiweißhaltige Flüssigkeit ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Gute Hautpflege hilft, Entzündungen (Wundrose, Erysipel) zu vermeiden.
  4. Gewichtskontrolle und reduktion: extremes Übergewicht verursacht selbst einen Lymphstau.
  5. Körperliche Aktivität: regelmäßig und dosiert fördert Bewegung den Lymphfluss.
  6. Verminderung der lymphpflichtigen Last: das kann eine Krampfader-Operation sein, eine Umstellung der Medikation und vieles mehr.
  7. Lymphologische Operationen: in den letzten Jahren erhalten operative Verfahren wie die Transplantation von Lymphgefäßen oder Lymphknoten und lymphovenöse Anastomosen zunehmende Bedeutung.
  8. Selbstmanagement: ganz elementar wichtig ist die aktive Mitarbeit der betroffenen Patientinnen und Patienten.

Entscheidend ist, die Ursache des Ödems (der Flüssigkeitsansammlung im Gewebe)               herauszufinden und möglichst zu beseitigen.

Ziel der Behandlung ist in erster Linie eine möglichst weitgehende Schmerzfreiheit sowie eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

1. Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) als Basistherapie
Die Basis der Behandlung bildet die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) nach Prof. Földi. Dazu gehören insbesondere Kompressionstherapie, Bewegung, Hautpflege und bei Bedarf weitere unterstützende Maßnahmen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kompressionstherapie mit flachgestrickten Kompressionsstrümpfen, da diese speziell für die Behandlung des Lipödems entwickelt wurden. Sie stabilisieren das Gewebe, können Schwellungen reduzieren und tragen wesentlich zur Linderung der Beschwerden bei.

Im Einzelfall kann zusätzlich auch die Manuelle Lymphdrainage eingesetzt werden, insbesondere wegen ihrer schmerzlindernden Wirkung.

2. Liposuktion
Wenn mit der konservativen Basistherapie keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht werden kann, kann eine Liposuktion sinnvoll sein. Dabei wird das krankhaft veränderte Fettgewebe an den Beinen und gegebenenfalls auch an den Armen möglichst umfassend entfernt.

Der Eingriff erfolgt meist in örtlicher Betäubung und häufig in mehreren Operationsschritten, wobei mehrere Liter Fettgewebe abgesaugt werden. Viele Patientinnen berichten nach der Behandlung über eine deutliche Beschwerdelinderung bis hin zur weitgehenden Beschwerdefreiheit.

Venenerkrankungen werden in der Regel durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Anamnese (Patientengeschichte) und weiteren diagnostischen Verfahren erkannt. Hier sind einige der häufigsten Verfahren:

B-Bild Sonographie, Kompressions-Ultraschall, Dopplersonographie, Duplexsonographie: Diese bildgebenden Verfahren dienen der Überwachung der Funktionsweise der Venen, um die Größe und der Verlauf von Krampfadern mittels Ultraschall zu beurteilen.

Bei dem Verdacht einer Venenerkrankung sollte ein Phlebologe aufgesucht werden, um die richtige Diagnostik und Behandlung sicherzustellen.

Grundlage der Diagnostik der lymphatischen Erkrankungen sind: Anhören (Anamnese), Anschauen (Inspektion), Anfassen (Palpation). Weitere Untersuchungen wie eine komplette phlebologische Diagnostik sind häufig notwendig, um zusätzliche Gründe für das Ödem zu finden.

Warum sind gepflegte Fingernägel für Menschen, die Kompressionsstrümpfe tragen besonders wichtig? Was sollten Sie mit einer Venenerkrankung beim Reisen beachten? Welche Gymnastik kann dazu beitragen, Ihre Venen gesund zu halten? All diese Fragen beantworten Ihnen Phlebologen.

Als Phlebologen und Phlebologinnen wollen wir Sie in Sachen Venengesundheit unterstützen.

Wie soll ich mich mit meinem Lymphödem verhalten? Darf ich in die Sauna? Welchen Sport sollte ich besser nicht betreiben? Gibt es eine Diät? Fragen über Fragen, die Sie den Lymphologen stellen dürfen.

Zusammen mit den Phlebologinnen und Phlebologen wollen wir lymphologisch tätigen Ärztinnen und Ärzte Sie bei der Vorbeugung und ggf. der Bewältigung eines Lymph- oder Lipödems unterstützen.

Ausführlichere Informationen zum Thema Lymphgefäßerkrankungen und Lipödem finden Sie bei unserer wissenschaftlichen Gesellschaft DGPL.

Ausführlichere Informationen zum Thema Venenerkrankungen finden Sie bei der DGPL.